Her yer Keupstraße ist überall

Am 05.11.2025 besuchte der Jahrgang 7 die Ausstellung „Von der Nagelbombe bis zum Mahnmal – 21 Jahre DANACH“ in der Schanzenstraße in Köln-Mülheim.

Die Ausstellung erinnert an den Anschlag in der Kölner Keupstraße vor 21 Jahren. In unmittelbarer Nähe des Tatorts schafft die Ausstellung einen lebendigen Erinnerungsraum, wo bis heute kein Mahnmal steht. Sie erzählt von den Geschichten der Menschen in der Keupstraße, vom Ankommen in Köln und vom langen Ringen um Anerkennung und mahnt, rechtsextreme Gewalt nicht als einmaliges Ereignis zu verstehen, sondern als fortwährende gesellschaftliche Herausforderung.

Zunächst wurden die Schüler*innen durch die eindrucksvolle Ausstellung geführt, in der unter anderem ein originaler Stuhl aus dem Friseursalon Özcan zu sehen ist. Dann schauten alle gebannt den Film „Der Kuaför (türkisch: Frisör) aus der Keupstraße“. Dieser zeigt Aufnahmen aus der Keupstraße und nachgestellte Ausschnitte aus dem stundenlangen Verhör der Betroffenen durch die Polizei. 

Im Anschluss hatten die Schüler*innen die Möglichkeit, einem Opfer des Anschlags Fragen zu stellen. Dieser war am 09. September 2004 auf der Keupstraße im Friseursalon Özkcan, um sich die Haare schneiden zu lassen und hat den Nagelbombenanschlag überlebt. Einem Zeitzeugen zu begegnen und mit ihm zu sprechen, war sehr beeindruckend und definitiv das Highlight des Tages! Abschließend konnten sich die Schüler*innen mit simit und çay stärken und weiter austauschen. 

Der Besuch der Ausstellung hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen und das Bewusstsein für rechtsextreme Gewalt und die Auswirkungen auf ihre Opfer geschärft.

Vielen Dank an die Initiative Keupstraße ist überall https://www.keupstrasse-ist-ueberall.de!

Für eine Gesellschaft ohne Rassismus.

Beraberce irkçiliga karsi.

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